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Kleiner Spaziergang durch die Zeit ...

Gehen Sie beim Verlassen des Hotels in Richtung Place Blanche das Moulin Rouge beschauen, wo Henri de Toulouse- Lautrec la Goulue, Valentin le Désossé und all die farbigen Persönlichkeiten dieses Ortes porträtierte. Wenig auf einmal aber oft trinkend, trennte er sich nie von seinem mit einem Fläschen und einem Gläschen ausgestatteten Gehstock, und da er gleichermassen Absinth und Cognac liebte, erfand er für seine Freunde, die Sänger Yvette Guilbert und Aristide Bruant, ein weises Gemisch dieser beiden Gebräue, welches er ein Erdbeben nannte.

Im Jahre 1896 bewohnte Toulouse Lautrec ein Zimmer Nummer 30, rue Fontaine, nur wenige Schritte vom Royal Fromentin entfernt. Vordem lebte er von 1887 bis 1893 Nummer 19, bei seinem Kindheitsfreund docteur Henri Bouges.


Die grüne Stunde im Hotelsalon
 
 
Lithographie publicitaire, 1896. Copyright Marie Claude Delahaye - Musée de l'Absinthe, Auvers-sur-Oise
Réjane wirbt für den Absinth Terminus

Wenn Sie weiter in Richtung rue Henner gehen, werden Sie an Guillaume Apollinaire denken, der von 1901 bis 1907 im zweiten Stock der Nummer 9 gelebt hat. Trotzdem er den Absinth nicht verschmähte, hat er ihn nicht in seiner 1913 erschienenen Gedichtsammlung “Alcools“ in Szene gesetzt. Etwas weiter kommen Sie am Square La Bruyère an, wo George Sand 1841 in zwei von einem grossen Garten umgebene Pavillons einzog, wobei sie einen davon Frédéric Chopin vermietete, was ihre leidenschaftliche Beziehung förderte.

Delacroix begab sich dorthin, um ihrem Sohn Maurice 8 Jahre lang Malunterricht zu geben. Er war das einzige Mitglied der Jury, das zugunsten des zur Kunstausstellung von 1859 abgelehnten Absinthtrinkers von Manet stimmte.

Henri de Toulouse-Lautrec. Museum of Art, Cleveland.
Monsieur Boileau im café, 1893.
 
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